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Digitale Wirschaft NRW, 1. DWNRW Summit im Sanaa Gebäude auf Zollerein am 25.11.2016. Foto: Udo Geisler

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VIGNOLDS Stimme beim 1. DWNRW Summit

„Technology will save us: Besser arbeiten mit Maschinen“ hieß das Thema einer Podiumsdiskussion im Rahmen der DWNRW Summit, an der unser Geschäftsführer Jörg Poplawsky am 25. November, dem Tag der digitalen Wirtschaft in NRW, teilgenommen hat. Sein Fazit zur Industry 4.0:

„Die Digitalisierung bedeutet tatsächlich einen Paradigmenwechsel für die Arbeitswelt und die Gesellschaft als Ganzes. Das Leben wird in vielen Bereichen einfacher und komfortabler, da Roboter oder digitale Agenten Aufgaben übernehmen und unsere Produktivität steigern.

Bereits heute arbeiten Roboter für uns im Lager und transportieren gefährliche Güter. Aktuell befördern erste autonome Busse bereits mehrere Tausend Menschen pro Jahr durch eine Pilotstadt im Wallis/Schweiz. Morgen werden sie vielleicht schon die Pflege von älteren Menschen übernehmen.

Viele Menschen haben die Sorge, dass durch Digitalisierung zu viele Arbeitsplätze durch Roboter ersetzt werden könnten. Die Sorge ist sicherlich berechtigt, war aber auch schon im Zeitalter der Industrialisierung so. Nach wie vor gilt, dass wirtschaftlicher Fortschritt notwendig ist und zwangsläufig zu Veränderungsprozessen führt.

Hinzu kommt, dass insbesondere die Industrienation Deutschland vor einer weiteren großen Herausforderung steht: der Demographie. Wissenschaftler bestätigen, dass wir zukünftig Roboter benötigen werden, um mit einer geringeren Anzahl von arbeitenden Menschen die notwendige Wertschöpfung für die Gesellschaft zu erzielen. Sie gehen davon aus, dass der Effekt der Demographie durch den Effekt von Industrie 4.0 zu weiten Teilen kompensiert werden kann.

Im Zuge der Digitalisierung sind auch neue Berufe entstanden: z.B. Content Marketing Manager, Datenspezialisten, Mechatroniker oder Produktionstechnologen, deren Aufgabe es ist, die automatisierte Fertigung zu überwachen und zu optimieren. Die Digitalisierung geht auch an der Weiterbildung nicht spurlos vorüber: So können z.B. Bürokaufleute eine Zusatzqualifikation für Projektorganisation erlangen, da einfache Aufgaben wegfallen und die Bedeutung von Projektarbeit wächst.

Mit der Einführung des G5-Standards, der eine ultraschnelle Datenübertragung über das mobile Internet erlaubt, erschließen sich die Möglichkeiten des Internet of Things seit dem Jahr 2010 einer breiten Masse. Zu Recht werden auch kritische Stimmen laut, die auf die Gefahren von künstlicher Intelligenz hinweisen. Das Buch „Drohnenland“ von Tom Hillenbrand befasst sich mit der Frage, wer zukünftig über Leben und Tod entscheidet: Polizisten mit Herz und Verstand oder Drohnen auf der Basis von Algorithmen.

Genau das ist meines Erachtens der Punkt: Künstliche Intelligenz entsteht durch Algorithmen, die von Menschen konzipiert und programmiert werden. Es braucht deshalb eine Diskussion und Regulierung in Politik und Gesellschaft, was künstliche Intelligenz erledigen soll bzw. darf und wo wir sie begrenzen wollen bzw. müssen. Eine derartige „digitale Verantwortung“ ist bereits entstanden: Große Unternehmen wie die Telekom setzen sich aktiv damit auseinander und erarbeiten mit der Politik neue Regeln für das Zeitalter der Digitalisierung. Ein Zeitalter, dem wir alle gespannt entgegenblicken können.“

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